Minnesängerdenkmal

Minnesängerdenkmal

Minnesängerdenkmal


In Deutschland bildete derMinnesang von der Mitte des 12. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts die prägende musikalische und poetische Erscheinungsform. Er war also eingebettet in die Stauferzeit mit ihren politischen und kirchlichen Wirren, mit ihren Kreuzzügen und der neuen Reichsidee.

Mit Graf Heinrich III. (ca. 1100 – 1175) lebte in Riedenburg einer der ersten namentlich bekannten Minnesänger Bayerns. Auch einer seiner Söhne widmete sich dieser Kunst. Beide Grafen sind in der großen Heidelberger Liederhandschrift, der „Manesseschen“ Handschrift dargestellt. Ihre Lieder besingen die Sehnsucht nach der Minne, also der Liebe einer Frau, die leider allzu oft unerreichbar ist.

Beispiel:

“Ich verbrachte den Winter allein, wohl hätte mich eine Frau trösten können.

Das Heil hätte sie mir mit Freuden künden können, die Blumen und die Sommerzeit.

Das mögen die Aufpasser neiden. Deshalb ist mein Herz wund.

Heilt es nicht eine Dame mit ihrer Minne, wird es nimmermehr gesund…”

Die Stadt Riedenburg hat Ihren Minnesängern ein lebensgroßes Bronzedenkmal errichtet, das nahe am Ufer des Main-Donau-Kanals steht und von dort zur Rosenburg, dem Stammsitz des Riedenburger Grafengeschlechts weist. Das Minnesängerdenkmal ist auch eine Station in der Historischen Stadtführung.